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Beschlussvorschlag:

Der Bürgermeister wird beauftragt auf die Einführung einer Eingangsstufe in den Grundschulen hinzuwirken. 

Finanz. Auswirkung:

Beschluss hat finanzielle Auswirkungen:

 

nein

 

ja, in der Drucksache erläutert

Haushaltsmittel stehen zur Verfügung

 

ja

 

nein, in der Drucksache erläutert

Angelegenheiten der Gleichstellung bzw. Barrierefreiheit

sind betroffen

 

nein

 

ja, in der Drucksache erläutert

 

Sachverhalt:

Die Grundschulen in Dassel sind seit einigen Jahren knapp zweizügig. Der Teiler liegt bei 27 Kindern. Dies hat zur Folge, dass in den letzten Jahren die Anzahl der Kinder für die Aufrechterhaltung bzw. Einrichtung eines Schulkindergartens an der Grundschule Dassel nicht mehr ausgereicht hat. Diese Konstellation führt seit einigen Jahren zu Schwierigkeiten in der korrekten Einstufung der Kinder. Liegt Schulreife vor, ist eine Aufnahme im Rahmen der Inklusion erforderlich, steht ein Schulkindergarten in einer Nachbarkommune zur Verfügung oder ist eine Betreuung im Kindergarten erforderlich? Bei Eltern und Kindern führen diese „Zuständigkeitsprobleme“ zu großem Unverständnis.

 

Diese Herausforderung könnte durch die Einführung einer Eingangsstufe in den Grundschulen gelöst werden. Ein kleinerer Klassenteiler – 25 Kinder – und ein höherer Anspruch auf Lehrerstunden kompensieren die Anforderung, dass kein Kind mehr abgelehnt werden kann. Hierzu ist auf der Homepage des Niedersächsischen Kultusministeriums folgendes ausgeführt:

 

„Das Niedersächsische Schulgesetz ermöglicht es den Grundschulen, seit Beginn des Schuljahres 2003/2004 den 1. und 2. Schuljahrgang als pädagogische Einheit (Eingangsstufe) mit jahrgangsübergreifenden Lerngruppen zu führen. Diese Schulen verzichten grundsätzlich auf die Möglichkeit der Zurückstellung vom Schulbesuch und haben demnach auch keinen Schulkindergarten.

 

Die Schuleingangsstufe schließt in idealer Weise an die Arbeit des Kindergartens an, ist aber auch mit hohen Anforderungen an die Lehrkräfte verbunden. Schülerinnen und Schüler besuchen die Eingangsstufe in der Regel zwei Jahre. Lernstarke Kinder können aber auch bereits nach einem Jahr in den dritten Schuljahrgang wechseln. Kinder, die mehr Zeit zum Lernen brauchen, bleiben drei Jahre in der Eingangsstufe.

 

Der Schulversuch zur "Neustrukturierung des Schulanfangs" und auch die Berichte aus anderen Bundesländern über vergleichbare Schulversuche haben gezeigt, dass die Eingangsstufe gute Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen schaffen kann.

 

Durch das neue Bildungschancengesetz wurde das Niedersächsische Schulgesetz zum Schuljahresbeginn 2015/2016 dahingehend geändert, dass einer Grundschule, die eine Eingangsstufe führt, die Möglichkeit eröffnet wird auch den 3. und 4. Schuljahrgang als pädagogische Einheit zu führen. Den Grundschulen wird damit eine weitere Form des jahrgangsübergreifenden Unterrichts ermöglicht.“

 

Zur umfassenden Information über die Eingangsstufe ist ein Flyer des Niedersächsischen Kultusministeriums beigefügt.

 

Im Folgenden sind die Belegungen der Grundschulen zum Stichtag 29.08.2019 dargestellt.

 

1. Schülerzahlen

Jahrgangsstufe

Schule

SKG

1

2

3

4

SLK

Gesamt

Kleeblattgrundschule Markoldendorf

0

35

29

30

35

0

129

 

Jahrgangsstufe

 

SKG

1

2

3

4

SLK

Gesamt

2. Anzahl der Klassen

 

2

2

2

2

0

8

In der Grundschule Markoldendorf werden zum Stichtag 12 Kinder mit Sonderpädagogischen Förderbedarf unterrichtet.

 

1. Schülerzahlen

Jahrgangsstufe

Schule

SKG

1

2

3

4

SLK

Gesamt

Grundschule Dassel

0

35

30

33

34

0

132

 

Jahrgangsstufe

 

SKG

1

2

3

4

SLK

Gesamt

2. Anzahl der Klassen

0

2

2

2

2

0

8

In der Grundschule Dassel werden zum Stichtag 7 Kinder mit Sonderpädagogischen Förderbedarf unterrichtet.

 

 

Anlagen:
1
(wie Dokument)
733,2 kB