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Wortprotokoll:

 

Die 380kV-Freileitung Wahle-Mecklar befindet sich im Bau. Die ersten Masten bei Einbeck stehen bereits. Im Bereich Erzhausen stehen noch keine Masten, da sich hier Dank des unermüdlichen Einsatzes für eine andere Streckenführung noch Änderungsmöglichkeiten ergeben haben, die für das Dorf vorteihaft sind.

 

Die ursprüngliche Planung sieht ein Erdkabel vor, das von der geplanten Kabelübergabeanlage (KÜA) an der L487 parallel zum Dorf hinüber zum Pumspeicherkraftwerk führt. Das Erdkabel ist nötig, weil die Abstandsauflagen für eine Freileitung zwischen Dorf und Selter nicht eingehalten werden können. Das Erdkabel durchschneidet sämtliche wasserführenden Schichten oben vom Selter hinab zur Leine und es besteht die Gefahr von Setzungen und Schäden an den Häusern und Liegenschaften.

Weil alle Grundstückseigentümer zugestimmt haben, plant Tennet nun, das Erdkabel direkt unterhalb des Waldrandes vom Selter zu legen. Das hat neben anderen den Vorteil, dass es dort weniger wasserführende Schichten gibt und somit die Gefahr von Schäden abnimmt. Die genaue Lage hängt von den Probebohrungen ab. In der Vergangenheit ist es in Erzhausen immer wieder zu Problemen und Verstößen bei den Probebohrungen gekommen. Die zur Frühbrütervergrämung angebrachten Fähnchen an der L487 wurden illegal morgens um 5 Uhr aufgestellt.

 

Dank der Bürgerinitiativen wurde der Wald zwischen Heckenbeck und dem Leinetal im Gegensatz zu den Planungen nicht gefällt, sondern nur die Baumspitzen gekappt. Die Wegenutzung durch Tennet wurde untersagt.

 

In unserem Nachbardorf Heckenbeck gab es Widerstand gegen die Abholzung von Bäumen zum Bau der Freileitung. Für den Naturschutz wurden Erfolge erzielt (Haselmausgebiet).

 

Für den SuedLink gibt es eine neue Variante, die auf der anderen Seite des Selters bei Naensen langführen könnte, um die größte Sandsteinhöhle Europas und die Mülldeponie bei Delligsen zu umgehen. Somit wäre Erzhausen vom SuedLink nicht betroffen.