Sachverhalt:

Vorbemerkung:

 

Das Stadtmuseum blickt erneut auf ein arbeitsreiches Jahr zurück. Der handlungsleitende Masterplan steht weiterhin im Mittelpunkt der Planungs- und Arbeitsprozesse. Die Planungen für das Wissensquartier werden stetig fortentwickelt. Der erste Bauabschnitt (Neubau der Kita Münstermauer) ist offiziell bewilligt worden, Baubeginn ist im Frühjahr 2020. Das Wissensquartier soll für verschiedene Betreuungs-, Bildungs- und Kultureinrichtungen (Stadtmuseum, Stadtarchiv und Stadtbibliothek einerseits sowie Kitas und Schulen andererseits) umfassende Bildungs- und Kulturangebote bereitstellen und Synergieeffekte ermöglichen. Die notwendige Erweiterung des Stadtarchivs sowie die Neugestaltung des Stadtmuseums ist in den Planungen mit vorgesehen.  Eine fachbereichsübergreifende Arbeitsgruppe koordiniert die Planungs- und Arbeitsprozesse.

 

Aufgrund der Empfehlungen des Masterplans haben sich Arbeitsschwerpunkte im Museum ebenfalls verändert: Seit dem 1.6.2019 hat die neue Museumspädagogin Frau Dr. Imke Weichert die Arbeit aufgenommen. Außerdem ermöglicht neue Software der Touristinformation eine stärkere und effektivere Einbindung der Museumsdienstleistungen in das touristische Angebot der Stadt. Das macht sich unmittelbar z.B. bei der Buchung von Führungen bemerkbar.

 

Auch in die Strategieplanung und den Markenbildungsprozess der Stadt ist das Museum eingebunden. Das Stadtmuseum lässt sich entsprechend seinem Leitbild in allen seinen Tätigkeiten vom umfassenden Dienstleistungs-Gedanken leiten und erfüllt damit mehrere der definierten strategischen Oberziele in den Handlungsfeldern Öffentlichkeitsarbeit (HF 4), Kultur, Freizeit und Tourismus (HF 5) sowie Bildung und soziale Infrastruktur (HF 6). Die darauf bezogenen, im Haushalt vereinbarten Ziele und Kennzahlen wurden im Jahr 2019 erreicht bzw. sogar übertroffen.

 

Bei der Durchsicht der Veranstaltungen (s.u.) wird sichtbar, dass das Museum auf sehr unterschiedliche Zielgruppen auch außerhalb des Museums zugeht, um breitere Bevölkerungsschichten zu erreichen. Insgesamt werden die Interessen des Publikums bzw. der NutzerInnen des Museums unterschiedlicher, worauf das Museums individuell reagiert.

 

 

 

1.   Ausstellungen und Veranstaltungen

 

a) Ausstellungen

 

Fahrräder von allen Seiten. Ausstellung des Foto-Club Göttingen (14. April bis 30. Juli 2019)

Von oben gesehen. Fotografie, Malerei, Collagen, Kartografie und Quilts zeigen verschiedene Möglichkeiten einer besonderen Perspektive (30. April bis 26. Juli 2019) (im Rahmen der StadtpARTie)

Dahin gesponnen. Malerei von Petra Biertümpfel (30. April bis 20. Juni 2019) (im Rahmen der StadtpARTie)

Kunst im Park. Die Ergebnisse des Schülerwettbewerbs 2018/19 (16. August bis 1. September 2019)

Heimat. Ausstellung mit Gemälden von regionalen Künstlern zum Thema (14. September bis 10. November 2019

Früher war mehr Lametta“. Advents- und Weihnachtsbräuche in Einbeck und Umgebung (29. November 2019 bis 4. Januar 2020) 

 

 

b) Veranstaltungen

Insgesamt bietet das Museum jährlich zahlreiche Veranstaltungen und Führungen an. Einige davon waren im Berichtsjahr regelmäßig wiederkehrende Veranstaltungen und wechselnden Teilnehmerzahlen. Andere fanden einmalig statt.

Besonders hervorzuheben sind:

 

StadtpARTie Einbeck (30. April bis 5. Mai 2019)

r einige Tage wurde Einbeck eine Festivalstadt für Kunst und Kultur. Mehr als 20 Ausstellungen und zahlreiche Konzerte an bekannten und ungewöhnlichen Orten lockten mehr als 2000 Besucher nach Einbeck. Das Stadtmuseum beteiligte sich mit zwei Ausstellungen und unterstützte die Gesamtorganisation.

 

Aktionswoche „Zeitreise“ im Altenheim Deinerlinde (13. bis 18. Mai 2019)

Das Altenheim Deinerlinde organisiert jährlich in vorbildlicher Weise eine Aktionswoche für seine BewohnerInnen und lädt auch externe Einrichtungen zur aktiven Beteiligung ein. Die in diesem Jahr veranstaltete Zeitreise nahm die BewohnerInnen mit in die Jahrzehnte von 1930 bis 1970 und organisierte Ausstellungen, Vorleseaktionen, Talk-Runden u.v.m..

 

Internationaler Museumstag (19. Mai 2019)

Der IMT stand wieder im Zeichen der Kooperation mit dem PS.Speicher. Seit einigen Jahren gestalten beide Einrichtungen den Tag gemeinsam. In diesem Jahr ging es bei einem Fahrradaktionstag u.a. um einen Wettbewerb rekordverdächtiger Fahrräder, die im Stadtmuseum prämiert wurden.

 

Aktion Ferienpass (1. August)

Die Aktion Ferienpass stand unter dem Motto „Altsteinzeitliche Jäger und Sammler“ und wurde von Frau Sandra Kästner im Auftrag des Landschaftsverbandes Südniedersachsen durchgeführt.

 

Niedersächsische Literaturtage (22. August)

Im Rahmen des Nds. Literaturfestes unter dem Motto „Mut“ fand die Auftakt-Lesung im Stadtmuseum statt. Inge Cramm und Dr. Elke Heege stellten eine Frauenfigur aus dem Band „Die Geschichte der Frau“ von Feridun Zaimoglu vor.

 

Einbecker Music Night (7. September)

Im Stadtmuseum trat die Band Kaleido-Scoop auf und begeisterte mehr als 100 Zuhörer.

 

Maus-Tüffner-Tag (3. Oktober)

Erstmals nahm das Museum am Maus-Tüffner-Tag teil, einer bundesweiten Initiative des WDR. Kinder erhalten Einblick hinter die Kulissen von Kultureinrichtungen. In Einbecker Museum stand das Sandmännchen (Ost) im Mittelpunkt, das mit Hilfe eines Trickfilms im Jahr 1965 mit seinem Fahrrad zum abendlichen Sandstreuen anreiste. 12 Kinder konnten mit digitaler Technik selbst einen kurzen Trickfilm herstellen und das Ergebnis mit nach Hause nehmen. Das Museum zeigt den historischen Filmausschnitt im RadHaus.

 

Öffentliche Tagung „Nach dem Erstcheck“ Provenienzforschung nachhaltig vermitteln (4. November 2019)

Das Zentrum für deutsche Kulturgutverluste in Magdeburg betreut u.a. die Provenienzforschung in Niedersachsen. Im südniedersächsischen Raum hat Dr. Christian Riemenschneider die Museen seit 2016 auf Hinweise auf unrechtmäßig erworbenes Kulturgut untersucht. Ziel der Tagung war die Präsentation der Ergebnisse und eine Debatte über den künftigen Umgang mit verdächtigen Museumsobjekten. Die Vorträge und eine intensive Podiumsdiskussion vor mehr als 50 Teilnehmer*innen haben das Bewusstsein im Umgang mit solchen Museumsobjekten geschärft.

 

Tagungen zum Erhalt der Heimatsammlungen in Niedersachsen und Hessen

Mitte Juli fand eine Tagung des Museumsverbandes für Niedersachsen und Bremen zur Situation der Heimatstuben in Hannover statt, auf der Dr. Heege über die Einbecker Erfahrungen berichtete. Dazu ist eine Veröffentlichung erschienen.

Auf Einladung des Bundes der Vertriebenen und des Museumsverbandes Hessen hielt Dr. Heege am 4. Dezember in Wiesbaden einen Vortrag über die neue Patschkauer Heimatstube (2007), die nachfolgende Ausstellung zur Ankunft der Schlesier in Einbeck (2011) und das 2014 eingeweihte Patschkau-Magazin. Der Prozess zur Einbindung des Heimatvereins Patschkau im Einbecker Museum kann als Vorbild für ähnliche Aktivitäten in anderen Bundesländern gelten. Ein Besuch hessischer Heimatstubenbetreuer ist für 2020 geplant.

 

Das Museumscafé wurde auch im Berichtsjahr 2019 für wiederkehrende Veranstaltungen vermietet. Ein- bis zweimal monatlich treffen sich dort die Drei Türme Quilter, ein- bis zweimal jährlich der Einbecker Verein „Weiberkram“. Der Einbecker Geschichtsverein trifft sich dort zu Vorstandssitzungen. Alle Café-Nutzer zahlen eine Miete, die sich nach der Nutzungsdauer berechnet.

 

Das Angebot einer wöchentlichen Besuchersprechstunde (jeweils donnerstags von 15-16 Uhr) hat sich etabliert.

 

Alljährlich öffnet das Museum an Silvester, verbunden mit besonderen Führungen und Angeboten.

 

 

2. Projekte

 

Umsetzung des Masterplans Stadtmuseum

Auf dieser Grundlage des Masterplans 2017/18 hat das Museumsteam begonnen, die notwendigen Erneuerungen der stadtgeschichtlichen Ausstellungen und die Schärfung der Service-Angebote des Museums zu definieren und Wege zur Umsetzung der Ziele zu entwickeln (s.o.).

Seit 1.6.2019 hat Frau Dr. Imke Weichert als neue Museumspädagogin die Arbeit aufgenommen und ist dabei zahlreiche neue Angebote in die Öffentlichkeit zu tragen. Ihre Aktivitäten haben bereits kurzfristig zu gesteigerten Gruppenbesuchen geführt. Die langfristige Schwerpunktsetzung auf die museale Kernaufgabe Vermittlung wird die Kennzahlen des Museums noch verbessern.

 

Wissensquartier

Die verwaltungsinterne Arbeitsgruppe trifft sich regelmäßig zu Absprachen über Planung und Arbeitsfortschritt. Im Sommer 2019 wurde der Fördermittelbescheid für den 1. Bauabschnitt von Staatssekretär Doods im Museum übergeben. Andererseits stand die Vorbereitung des Architektenwettbewerbs für den 2. Bauabschnitt (Stadtbibliothek, Museum, Archiv) im Mittelpunkt. Auf verschiedenen Ebenen wurde über das Vorhaben informiert und dafür geworben. Dazu gehören Vorträge in Ausschüssen und Fraktionen, Gespräche mit potenziellen Förderern und auf verschiedenen politischen Ebenen.

 

Zusammenarbeit mit dem PS.Speicher

Die sog. Kombikarte, die es den Gästen ermöglicht, nach dem Kauf eines PS-Tickets das Stadtmuseum kostenlos zu besuchen, bewährt sich weiterhin. Das Lösen eines Stadtmuseum-Tickets wiederum ermöglicht den ermäßigten Eintritt für den PS-Speicher. Die Gäste nehmen beide Angebote gern wahr, wie das Gästebuch des Stadtmuseums belegt. Allerdings hängt die Besucherfrequenz entscheidend mit freundlichen mündlichen Hinweisen am Museumscounter zusammen.

Seit einigen Jahren gestalten beide Museen gemeinsam den Internationalen Museumstag, und im Jahr 2020 ist eine gemeinsame „Lange Nacht der Museen“ geplant.

 

 

Zweijähriger Wahlpflichtkurs Geschichte, IGS Einbeck (ab Schuljahr 2018/19 bis Ende Schuljahr 2019/20)

Die IGS Einbeck ist bestrebt, die SchülerInnen mit ausgewählten Themen der Geschichte Einbecks vertraut zu machen. Im ersten Kursjahr haben sich die SchülerInnen unter Leitung von Dr. Katharina Behrens und Dr. Elke Heege mit der Recherche von jüdischen Biografien beschäftigt, um Stolpersteine verlegen zu lassen (Stolpersteine für die 1942 emigrierte Familie Dannenberg werden am 27.5.2020 verlegt). Außerdem übernahmen die Schüler eine aktive Rolle beim Gedenken an die Reichspogromnacht am 9. November. Das zweite Kursjahr (durchgeführt von Dr. Elke Heege zusammen mit Florian Fechner) beschäftigt sich mit Ehrengrabfeldern auf dem Einbecker Zentralfriedhof. Geplant ist die Aufstellung einer Informationstafel des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. auf dem Zentralfriedhof, zu der die SchülerInnen die Texte verfassen. Die Einweihung der Tafel ist am 5.6.2020 geplant.

 

Ausbildung der neuen GästeführerInnen  für die Touristinformation (Januar bis März 2019)

Im Januar startete ein neuer Ausbildungsgang für GästeführerInnen. Museum und Geschichtsverein organisierten die fachlich-geschichtliche Ausbildung der neuen Kandidaten und führten sie auch durch (10 Abende).

 

 

Von Frauen für Frauen Min Imraah ila Imraah

Das Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur hat 2017-2019 ein Projekt Artist in Residence für Geflüchtete in niedersächsischen Kultureinrichtungen ermöglicht. In verschiedenen Museen wurden Geflüchtete als Volontäre für ganz unterschiedliche interkulturelle Projekte eingesetzt. Die Mittel wurden zu ca. zwei Dritteln vom MWK zur Verfügung gestellt. In Einbeck gelang die Finanzierung des Projektes mit Eigenmitteln sowie mit Hilfe des Landschaftsverbandes Südniedersachsen und des Diakonischen Werkes Leine-Solling. Im Juli 2018 hat die syrische Lehrerin Frau Hanin Sabri ihr einjähriges Volontariat zur Integrationsunterstützung für arabisch-sprechende Frauen begonnen. 2018 und 2019 trafen sich wöchentlich zwischen 10 und 20 deutsche und arabische Frauen verschiedener Nationalität im Museumscafé zu gemeinsamen Aktivitäten und Gesprächen. Etliche Veranstaltungen haben auch in Verbindung mit verschiedenen Einrichtungen und Vereinen stattgefunden (z.B. Besuche in der Bibliothek, im Altenheim, in der Erziehungsberatungsstelle oder bei den Landfrauen).  Das Volontariat endete am 30.6.2019 mit einer öffentlichen Abschiedsfeier. Frau Sabri ist derzeit dabei, das C1-Sprachzertifikat zu erwerben, um anschließend an der Universität Hildesheim einen deutschen Studienabschluss zu erwerben.

Das Projekt wurde intensiv vom Museumsverband für Niedersachsen und Bremen begleitet und evaluiert. Auch eine Veröffentlichung liegt dazu vor.

 

Provenienzforschung

Eine Recherche zu ungeklärten Herkünften von Einbecker Museumsobjekten aus der Zeit von 1933 bis 1945 wurde 2016 begonnen (sog. „Erst-Check“). Über die Ergebnisse wurde im Kulturausschuss vom 1.12.2016 berichtet. Die Maßnahme wurde im Sommer 2019 vertiefend fortgeführt. Am 4. November fand abschließend ein überregionaler Kongress zu neuen Ergebnissen der Provenienzforschung in Einbeck statt.

In jedem der untersuchten Museen, so auch in Einbeck, gibt es Hinweise auf verdächtige Erwerbungen, aber die Anzahl solcher Objekte hält sich in Grenzen.

 

Kunst an Kästen

Die Initiative Schlaufenster hat sich auch 2019 für die Verschönerung der Stromverteiler-Kästen in der Innenstadt Einbecks engagiert. Das Museum stellte auf Wunsch historische Stadtansichten für die Beklebung der Frontseiten zur Verfügung und lieferte die Eruterungen dazu. 2019 sollten in Kreiensen vier Stromkästen mit historischen Ansichten versehen werden, die auf das Lebensumfeld der ersten Landärztin im Braunschweiger Land, Dr. Paula Tobias, hinweisen. Die Fertigstellung ist noch nicht abgeschlossen.

 

Kunst im Park

Mit Beginn des Schuljahres 2018/2019 war an 7 Einbecker und Dasseler Schulen ein Wettbewerb zur künstlerischen Gestaltung des Stukenbrok-Parkes ausgeschrieben worden. Mit Ablauf der Bewerbungsfrist am 31.1.2019 beteiligten sich zwei Schulen, die IGS Einbeck und die Goetheschule, mit zahlreichen Beiträgen aus den Jahrgängen 5 bis 11. Die Jurierung der Beiträge fand am 21. Mai statt, und im August wurden alle Beiträge in einer Ausstellung öffentlich gemacht. Die ersten drei Preisträger wurden prämiert. Erste Überlegungen zur Realisierung zunächst des 1. Preises haben noch 2019 stattgefunden. Über den Stand des Projektes wurde mehrfach im Kernstadt-Ausschuss und im Kulturausschuss berichtet.

 

Praktikantenausbildung

Regelmäßig beschäftigt das Museum Schüler-, Studierenden- oder Ausbildungspraktikanten im Rahmen des Zukunftstages oder der vorgeschriebenen Ausbildungsgänge.

 

 

4.   Kennzahlen

 

Besucherzahlen (vgl. Anlage 1)

Die Gesamtzahl der Museumsgäste und -nutzer hat gegenüber 2018 insgesamt      zugenommen, sowohl die Normalzahler, als auch die Nutzer der Familienkarte und des Kombitickets. Die Zunahme ist auch eine Folge der attraktiven Ausstellungen im 2. Halbjahr 2019. 2500 zahlenden Gästen stehen rd. 1300 nicht zahlende Museumsbesucher und -nutzer gegenüber (Gäste bei Eröffnungen, Tagungen, Tage der offenen Tür, oder auch Kunden, die Informationen benötigen oder den Shop/das WC nutzen). Daneben gibt es die große Zahl von Nutzern in verschiedenen Gruppierungen, die das Museumscafé gegen Mietzahlungen nutzen. Auch die Teilnehmer z.B. an Ferienpassaktionen sind durch Einnahmen von dritter Seite (Kostenübernahme durch den Landschaftsverband) gedeckt.

Die Gästezahlen aus dem PS.Speicher haben geringfügig zugenommen, was mit der mehr oder weniger aktiven Bewerbung des Kombitickets beim Kauf zusammenhängen kann.

 

Erfreulich ist die verstärkte Einbeziehung des Museums in die touristischen Angebote (vor allem das Bierdiplom). Die Führungen in der Stadt werden mit Besuchen in der Bier-Ausstellung ergänzt. Insgesamt 32 Bierdiplome und 22 Museumsführungen fanden in 2019 statt. Der Abwärtstrend bei der Zahl der Schulklassenbesuche im Museum scheint zumindest gestoppt und wird sich durch die Arbeit der neu besetzten Museumspädagogik sicher noch steigern lassen. Das Angebot eines Wahlpflichtkurses in Zusammenarbeit mit der IGS Einbeck zeigt aber den Weg auf, wie Bildung und Geschichte erfolgreich auch mit dem Museum verknüpft werden können. Ein weiterer Wahlpflichtkurs in Kooperation mit der Realschule Einbeck istr 2020 geplant.  Mit der Gesamtzahl der Führungen und Veranstaltungen in 2019  (86) wurde das im Haushalt vereinbarte Ziel übertroffen.

 

Die Zahl der nichtzahlenden Nutzer hat wieder zugenommen, was 2019 auf die kontinuierlichen Unterrichtsstunden in der IGS zurückzuführen ist. Da das Museum sich als kultureller Dienstleister und als Bildungseinrichtung versteht, sind die nichtzahlenden Gäste der unterschiedlichsten Gruppierungen ebenso willkommen.

 

5.  Museumsobjekte / Digitale Inventarisation

Insgesamt erfuhr das Museum im Berichtsjahr einen Zuwachs von 235 neu eingelieferten Museumsobjekten, deren Auswahl sich an den im Museumsgütesiegel festgelegten Sammlungskriterien orientiert.

Das Hauptaugenmerk galt der Fortführung der digitalen Inventarisation der Museumsbestände. 2019 wurden 776 Objekte mit dem vom Land Niedersachsen kostenfrei zur Verfügung gestellten Programm „Kuniweb“ digital neu inventarisiert.  Mittlerweile sind 5618 Objekte (von fast 15.000 Objekten insgesamt) in die Datenbank eingepflegt, davon sind jetzt 1301 Objekte im Webportal „Kulturerbe Niedersachsen“ freigegeben. Damit ist eine der im Haushalt vereinbarten Kennzahlen erreicht.

Aus dem Fahrradbestand des Museums sind im Berichtsjahr mehrfach Räder zu Ausstellungszwecken von Dritten entliehen worden. 

Ein besonderer Bestand kam 2019 durch die stadtarchäologischen Ausgrabungen ins Museum: in einem Keller an der Knochenhauerstraße entdeckten die Ausgräber einen größeren Bestand an historischen Schuhleisten, der sich früher im Besitz des Schuhmachermeisters Lickfett befand. Die Tochter konnte die Zusammenhänge erhellen, und derzeit sind wir in Gesprächen mit den Fagus-Werken Alfeld, um Alter und Herkunft der Schuhleisten genauer einschätzen zu können.

 

 

6.  Medienpräsenz und Öffentlichkeitsarbeit

          Im Zusammenhang mit Ausstellungen und Veranstaltungen befassten sich ca. 30  (uns bekannt gewordene) Presseberichte mit dem Museum.

         Die eigene Internetseite www.stadtmuseum-einbeck.de wird regelmäßig gepflegt.

          Die eigene Facebook-Seite wird regelmäßig gepflegt.

 

 

7.   Verbands- und Beratungstätigkeiten

 

AG Museen in Südniedersachsen

Die AG Museen des Museumsverbandes und Landschaftsverbandes tagte im April im Museum Grafschaft Dassel, im Oktober in der Wilhelm-Busch-Mühle in Ebergötzen. Die Veranstaltung wird jeweils von der Sprecherin der AG, Dr. Heege, in Zusammenarbeit mit dem Museumsverband Niedersachsen und Bremen (MVNB) und dem Landschaftsverband Südniedersachsen durchgeführt. Im Berichtsjahr standen der Austausch unter den Museen der Region sowie Informationen und Projekte und Schulungsangebote  der beiden Verbände für die südniedersächsischen Museen im Mittelpunkt der Beratungen.

 

Museumsverband für Niedersachsen und Bremen

Die Museumsleiterin ist gewähltes Mitglied des Vorstandes des Museumsverbandes und übernimmt in diesem Rahmen ehrenamtlich organisatorische und beratende Aufgaben für den Verband und seine Museen (z.B. Museumsgütesiegel).

 

 

Anlagen:
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